BEGLEITERER UMGANG: DAMIT FAMILIENBANDE NICHT REISSEN

Beim Kinderschutzbund gibt es Papa-Zeit und Mama-Zeit. Wenn sich Eltern trennen, verändert sich auch viel für die Kinder. Manche Kinder haben viel Streit vor und während der Trennung erlebt.

Für Kinder ist nach einer Trennung ein unbeschwerter Kontakt zu beiden Eltern wichtig. Gleichzeitig braucht das Kind Schutz und Sicherheit, dass es in Ruhe mit Mama oder Papa spielen, reden und lachen kann. Beim Kinderschutzbund Ulm/Neu-Ulm können Kinder ihren Vater oder ihre Mutter treffen – in Anwesenheit einer Umgangsbegleiter*in.

Jede Familie ist anders, darum haben wir drei Angebote für Eltern-Kind-Treffen: Begleiteten Umgang, Beaufsichtigten Umgang oder das Besuchscafe.

Beim Begleiteten Umgang können Kinder ihre Mutter oder ihren Vater treffen – geschützt in den Räumen des Kinderschutzbundes Ulm und ganz wichtig: im Beisein einer Umgangsbegleiterin. In Vorgesprächen erarbeitet eine Berater*in mit Mutter und Vater Regeln für die Treffen. Meist sprechen wir vorab auch mit den Kindern über ihre Wünsche. Wir arbeiten eng mit beiden Eltern, den Jugendämtern und Gerichten zusammen. Unser gemeinsames Ziel: Die Eltern vereinbaren und gestalten die Eltern - Kind - Treffen selbständig zum Wohl der Kinder.

Beaufsichtigter Umgang bieten wir Familien an, wenn Kinder einen besonderen Schutz oder viel Sicherheit bei den Treffen mit Mama oder Papa brauchen.

Manche Kinder haben massiven Streit oder Gewalt vor oder während der Trennung der Eltern erlebt. Diese Erlebnisse belasten Kinder sehr. Darum ist hier der Schutz der Kinder besonders wichtig.

Nach einem Vorgespräch mit Mutter und Vater bekommt das Kind eine eigene Beraterin im Projekt „Kind im Zentrum“. Ihr kann es erzählen, was es erlebt hat und welche Sorgen und Wünsche es für die Treffen mit Mama oder Papa hat. Die Beraterin ist nur für das Kind da. Jede Familie bekommt einen eigenen Schutzplan für die Eltern-Kind-Kontakte – z.B. sind zwei Umgangsbegleiter*innen bei den Treffen dabei.

Für Familien mit wenigen Konflikten ist der Unterstützte Umgang im Besuchscafé ideal. In Anwesenheit anderer Familien können sich hier Kinder mit ihrer Mutter oder ihrem Vater in einer entspannten Atmosphäre zum Reden, Lesen und Spielen treffen. Zwei Umgangsbegleiter*innen sind immer vor Ort, um Fragen zu beantworten und bei Problemen zu helfen. Nach einem Vorgespräch in der Psychologischen Beratungsstelle können Sie sich verbindlich fürs Besuchscafé anmelden, das vierzehntägig samstags von 11 bis 17 Uhr im Familienzentrum Schaffnerstraße 18/1 in Ulm stattfindet.

Interesse? Rufen Sie uns an (Tel.: 0731/28042, info@kinderschutzbund-ulm.de). Wir senden Ihnen dann zunächst einen Fragebogen und führen anschließend die Vorgespräche mit Ihnen.

Wer hat´s erfunden? Heute bieten Institutionen in ganz Deutschland Begleiteten Umgang an. Entwickelt und erprobt hat ihn der Kinderschutzbund Ulm/Neu-Ulm bereits im Jahr 1984.

Das Projekt „Kind im Zentrum“: Wir lassen die Kinder im Beaufsichtigten Umgang nicht alleine. Kinder bekommen vor und während der Zeit des Umgangs eine*n Berater*in an ihre Seite. Das Projekt ist spendenfinanziert durch Herzenssache - der Kinderhilfsaktion von SWR, SR, und der Sparda-Bank.